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Yoga für mentale und körperliche Ausgeglichenheit

Brigitte Adrian-Rokni Balance- The Yoga Institut, Frankfurt

Yoga bedeutet "Einheit" - die Einheit von Körper und Geist und damit eine physische, psychische und emotionale Balance. Besonders in den Wechseljahren stellt Yoga eine sehr effektive Unterstützung gegen altersbedingte Veränderungen dar. Der Körper profitiert von Yoga-Übungen, da die Blut- und Lymphzirkulation angeregt und so die Organe unterstützt werden. Außerdem wird die Muskulatur gestärkt. Das entlastet die Gelenke und Knochen. Yoga kann auch dem zunehmenden Knochenabbau (Osteoporose) entgegenwirken, da Bewegung die Neubildung von Knochensubstanz anregt. Ein großer Vorteil von Yoga ist, dass es keine Sprungbewegungen gibt und es sich damit um eine sehr schonende Bewegungsform handelt. Eine regelmäßige Yogapraxis regt die Vitalfunktionen an, aktiviert Selbstheilungskräfte und führt zu mentaler Beruhigung und mehr Ausgeglichenheit. Die Folge ist: Der Yogaschüler ist gelassener und kann mit Stress besser umgehen.

Grundsätzlich sollte sich jeder Anfänger an einen Yogalehrer wenden, um die Grundbegriffe des Yoga zu lernen. Die Übungen sind körperlich anspruchsvoll und sollten von Anfang an richtig erlernt werden, damit sich keine Fehler einschleichen. Die gelernten Übungen können dann zu Hause durchgeführt werden.

Folgende Übungen sind besonders geeignet

HALASANA (Der Pflug)

Der Pflug ist nach dem Schulterstand eines der bekanntesten Asanas (Yogaübungen). Er gilt als Anregend für die Schilddrüsenfunktion, entspannt die Hals und Nackenmuskulatur und beugt so Neuverspannungen als auch Migräneanfällen vor, die von der Körperrückseite her auftreten.

Abbildung14

Anweisung: Legen Sie sich flach auf den Rücken. Beugen Sie Ihre Beine an den Bauchraum. Beginnen Sie mit der Einatmung nach hinten zu rollen. Wenn der untere Rücken beginnt weiter abzuheben, führen Sie dessen Bewegung mit den Händen unterstützt weiter, bis Sie im Idealfall mit dem Gesäß senkrecht über dem Schulterbereich stehen. Dabei sollten die Schultern jetzt etwas weiter zusammengezogen werden, damit der Druckpunkt des Aufliegens lediglich auf den Eckgelenken der Schultern liegt und nicht auf der Wirbelsäule. Achten Sie darauf, dass der ganze Körper entspannt bleibt und strecken Sie Ihre Beine aus, soweit es geht. Die Füße bleiben die ganze Zeit über am Boden.

MATSYASANA (Der Fisch)

Der Fisch ist der Gegenpol des Pfluges, da er den nötigen Ausgleich im Halswirbelbereich schafft. Er öffnet den Brustraum und den Halsbereich und ist besonders für Asthmatiker und flach atmende Menschen eine echte Kapazitätserweiterung.

Abbildung15

Anweisung: Legen Sie sich mit angewinkelten Beinen auf den Boden und bringen Ihre Handflächen unter das Gesäß. Strecken Sie Ihre Arme eng unter Ihrem Körper aus und geben Sie Druck auf Ihre Ellbogen. Nun heben Sie mit der Einatmung Ihren Brustraum an. Bringen Sie nun die Stirn langsam zurück zum Boden, bis der Kopf sein eigenes Gewicht tragen kann.

VIRABHANDRASANA III (Kriegerstellung 3)

Diese Kriegerstellung fördert die Stabilität des gesamten Rumpfbereiches. Sie kräftigt den Rücken- und Schulterbereich, Beine, Sprunggelenke und erhöht die Koordination und Balance.

Abbildung16

Anweisung: Stellen Sie sich aufrecht hin und beugen das linke Bein leicht an. Verlagern Sie das Gewicht auf das linke Bein und heben das rechte mit der Einatmung vom Boden. Dabei geht Ihr Oberkörper im gleichen Maß nach vorne, wie das Bein nach hinten zieht. Versuchen Sie den gesamten Körper in eine waagrechte Position zu bringen. Strecken Sie Ihre Arme aus und balancieren für 10-20 Sekunden.

ARDHA MATSYENDRASANA (Halber Drehsitz)

Diese Position lockert vor allem den Lenden- und Brustwirbelabschnitt. Sie beugt Verspannungen und Hexenschüssen vor und nimmt den Druck auf den Ischiasnerv.

Abbildung17

Anweisung: Setzen Sie sich mit gestreckten Beinen aufrecht auf den Boden. Setzen Sie nun den rechten Fuß so nah an den Körper heran, wie der untere Rücken nicht rund zu werden beginnt. Wenn Sie können, stellen Sie nun den rechten Fuß über den linken Oberschenkel geschlagen auf den Boden. Fassen Sie mit der linken Hand so weit um das rechte Bein, wie es möglich ist und strecken mit einer tiefen Einatmung den gesamten Körper lang. Nun rotieren Sie sanft mit der Ausatmung um die eigene Achse nach rechts.

 
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