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Fritten in der Mittagspause und hinterher ein Stückchen Kuchen – was der Körper in der Jugend verzeihen mag, nimmt er mit zunehmenden Alter übel. Denn nicht nur die übermäßigen Kalorien sind dann ein Problem, sondern auch die mangelnde Qualität der Nahrungsmittel. Daher sollten Frauen in den Wechseljahren besonders gut darauf achten, dass in erster Linie gesunde Sachen auf den Teller kommen.
„Biologische und physiologische Veränderungen bei Frauen, die auf die Wechseljahre zurückgehen, sind mit einem größeren Risiko für Gesundheitsprobleme verbunden, bei denen die Ernährung eine wichtige Rolle spielt“, erklärt Marina Pollán, Forscherin am Carlos III Gesundheitsinstitut. „Dazu zählen Diabetes, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Typen von Krebs.“
Mithilfe eines Fragebogens zur Häufigkeit von Nahrungsmitteln analysierten die Autoren zwischen Oktober 2007 und Juli 2008 die Ernährungsgewohnheiten von 3574 Frauen im Alter zwischen 45 und 68 Jahren.
Aufnahme von Vitamin D nur bei 39 Prozent des Richtwerts
Die Ergebnisse zeigen, dass die Adipositas-Rate bei 29 Prozent liegt, während 42 Prozent der Studienteilnehmerinnen übergewichtig sind. Die Frauen nahmen im Schnitt 2053 Kilokalorien pro Tag zu sich, wobei 43 Prozent der Energie aus Kohlenhydraten stammte, 36 Prozent aus Fetten und 20 Prozent aus Proteinen.
Dabei nahmen praktisch alle Frauen die empfohlenen Vitaminmengen zu sich – mit Ausnahme der Vitamine D und E. Gerade Vitamin D ist aber aufgrund der drohenden Osteoporose für diese Altersgruppe besonders wichtig.
Die zu geringe Aufnahme von Vitamin D war vor allem angesichts der Tatsache verblüffend, dass keine der Gruppen auch nur 50 Prozent des empfohlenen Wertes (RDA, Recommended Daily Allowance) erreichte. Die durchschnittliche Gesamtaufnahme betrug 2,14 Mikrogramm pro Tag – 39 Prozent des RDA-Werts für Frauen dieser Altersgruppe.
„Eine Kost mit weniger Fett und Protein, die reich an Gemüse, Nüssen und kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln ist, würde die Energiebilanz ausgleichen und die Spiegel von Vitamin E und D korrigieren“, so die Forscher.
Adipositas-Risiko erhöht
Eine andere Studie unter Leitung von Dr. Dr. Faustino R. Pérez-López hat das Körpergewicht mit den hormonellen und Stoffwechsel-Parametern von 574 Frauen nach den Wechseljahren in Zusammenhang gebracht.
Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Gynecological Endocrinology erschienen. Sie bestätigen, dass der Body Mass Index (BMI) während der Menopause mit dem Alter, der Zeit seit dem Beginn der Menopause, der Zahl der Kinder und auch mit den Blutzuckerkonzentrationen, Triglyzeridspiegeln und dem systolischen Blutdruck zunimmt. Dem entgegenwirken kann ein gesünderer Lebensstil, der am besten so früh wie möglich Einzug in den Alltag halten sollte.
Die Verteilung des Körperfetts, die Gewichtsregulation und Hormonsekretion von Fett fallen allesamt bei Männern und Frauen unterschiedlich aus. Bei Frauen nach den Wechseljahren sind die überflüssigen Pfunde häufiger am Bauch konzentriert. Dies erhöht ihr Risiko für Herzerkrankungen, Schlafapnoe, Krebs, Arthrose, psychische Probleme und sogar Tod.
Zudem intensiviert Fettleibigkeit rund um die Menopause und danach die Wechseljahresbeschwerden und geht mit einer geringeren Lebensqualität einher – verglichen mit Frauen normalen Gewichts.
„Experimentelle Studien mit Tieren und Frauen zeigen, dass die Behandlung mit Ovarialhormonen einer Gewichtszunahme und dem Verlust an Muskelmasse vorbeugen kann“, ergänzt Pérez-López.
Quelle: FECYT - Spanish Foundation for Science and Technology, 20. Oktober 2011; Nutrición Hospitalaria 2011;26(4):863-873; DOI:10.3305/nh.2011.26.4.5205 Gynecol Endocrinol 2011;27:678-684