Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie kostenlos alle vier Wochen die neuesten Informationen rund um das Thema Wechseljahre und gesunde Lebensweise.
KÖLN (Biermann) Kennen Sie das schöne Gefühl, das sich nach einem langen Tag einstellt, wenn sie endlich zum Schlafen in Ihr Bett fallen? Dann können Sie sicher auch nachvollziehen, wie sehr der Mensch die ruhevollen Stunden benötigt.
Schlaf ist mehr als nur Erholung für den Körper, soviel steht fest. Warum wir allerdings rund ein Drittel unseres Lebens verschlafen, ist nach wie vor eine große Frage für die Wissenschaft. Zahlreiche Untersuchungen haben sich in den letzten Jahrzehnten mit diesem Thema beschäftigt. So deutet beispielsweise viel daraufhin, dass unser Gehirn nachts die gesammelten Informationen des Tages sortiert und speichert, während unser Körper wichtige Reparaturen durchführt.
Auch das Immunsystem, das im Wachzustand immer in Alarmbereitschaft ist, braucht wahrscheinlich die nächtlichen Ruhephasen. Ebenso scheint ein Mangel an Schlaf dazu zu führen, dass Stoffwechselprozesse gestört werden – so legen einige wissenschaftliche Arbeiten nahe, dass durchwachte Nächte dazu beitragen können, dass wir an Gewicht zulegen.
Mit dem Älterwerden verändert sich auch unser Schlafverhalten, besonders nach der Menopause wird dieser Einschnitt deutlich. Viele ältere Menschen klagen darüber, dass sie früher aufwachen, seltener durch- oder schlechter einschlafen.
Diese Beobachtungen werden durch medizinische Untersuchungen gestützt. So konnten Wissenschaftler im Schlaflabor nachweisen, dass mit den Jahren die durchschnittliche Zeitspanne, die Menschen in der Tiefschlafphase verbringen, kürzer wird. Die Betroffenen schlafen nur leicht, können also während der Nacht einfacher gestört und aufgeweckt werden. Auch der Schlafrhythmus verändert sich mit der Zeit. Während sich bei jüngeren Menschen nur relativ wenige Phasen mit tiefem oder weniger tiefem Schlaf abwechseln, werden es mit dem Älterwerden mehr. Mitunter kann der Wechsel auch dazu führen, dass die Person erwacht.
Diese Veränderungen können dazu führen, dass der Erholungseffekt der Nacht stark nachlässt. Leider steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit für eine dauerhafte Schlafstörung mit dem Älterwerden an.
Deshalb gewinnt die Schlafhygiene mit dem Alter besonders an Bedeutung. Dazu gehört es beispielsweise auch, dass die Schlafumgebung ansprechend und gemütlich gestaltet und eine zeitliche Pufferzone zwischen Alltag und der Nachtruhe geschaffen wird. Die Wissenschaftlerinnen Susan Roepke und Sonia Ancoli-Israel, beide von der University of California in San Diego, haben die folgenden Tipps für eine erholsame Nacht zusammengestellt:
Quelle (unter anderen): Indian J Med Res. 2010 Feb;131:302-10.