Prof. Dr. med. Gunther Göretzlehner
Gynäkologe, Rostock
Mit dem Eintreten in die Wechseljahre bemerken Frauen oftmals das verstärkte Auftreten von Muskel- und Gelenkbeschwerden. Die Ursache dafür können zum einen altersbedingte Abnutzungserscheinungen sein, jedoch spielen auch die fehlenden Hormone eine Rolle. Der Abfall der Estrogene verringert die Freisetzung von Endorphin im Körper, das wichtig für die Schmerzregulierung ist. Dies führt zu einem Absinken der Schmerzgrenze. Außerdem bewirkt der Estrogenmangel eine verminderte Durchblutung der Muskeln und Gelenke sowie die Abnahme der Kollagenproduktion, so dass Muskeln und Gelenke geschädigt werden können. Deshalb ist durch den Ausgleich des Estrogenmangels auch eine Reduktion von Muskel- und Gelenkbeschwerden möglich.
Doris Berghof
65 Jahre, Rentnerin
So mit 50 Jahren begann für mich die Zeit der Wechseljahre. Ich hatte zwar keine Hitzewallungen und keine Depressionen. Aber meine bis dahin zeitweise auftretenden Schlafstörungen verstärkten sich enorm und das bei voller Berufstätigkeit. Hinzu kamen plötzlich Rückenschmerzen, die nachts auftraten. Ich hatte einfach viele gesundheitliche Probleme. Meine Frauenärztin verschrieb mir Hormontabletten. Nach kurzer Zeit verbesserte sich mein Allgemeinbefinden und die Rückenschmerzen waren verschwunden.
1997 wurde ich operiert. Die Hormontabletten wurden abgesetzt. Nach kurzer Zeit waren sämtliche Beschwerden wieder da. Besonders die Rückenschmerzen machten mir zu schaffen. Nach Wiederaufnahme der Hormontherapie war ich wieder beschwerdefrei. Meine berufliche Tätigkeit und die Betreuung meiner Eltern konnte ich wieder problemlos meistern. Mittlerweile bin ich Rentnerin und sehr aktiv. Ich arbeite ehrenamtlich in einem Verein, verreise sehr oft und bin Mitglied im Wanderverein.